Der interessanteste Job der Stadt

Der interessanteste Job der Stadt 

Marcus Menzl
Marcus Menzl
Den interessantesten Job der Stadt hat nach eigener Ansicht der "Kümmerer" der Hafencity Hamburg GmbH Dr. Marcus Menzl. "Nirgends in der Stadt kann man im Moment mehr bewegen und nirgendwo bewegt sich mehr" meint der seit dem 1.Juli als Schnittstelle zwischen Anwohnern, Unternehmen und der Hafencity Hamburg GmbH fungierende sympathische Diplom-Soziologe. Der an der TU Harburg promovierte Wissenschaftler hat zuvor über "Soziale Prozesse und deren strategische Gestaltungsmöglichkeiten in der Hafencity" geforscht und mit dem Buch "Leben in Suburbia" über die Anforderungen an das Leben in Vorstädten und dem Wandel, den dieses Leben unterliegt geschrieben. Diese beiden gegensätzlichen Ansätze modernen Lebens bestimmen auch sein positives Bild von der Hafencity. "In den Vorstädten und auf dem Land wird das Denken des Menschen vom Bild >Eigene Scholle, Eigenes Heim< beherrscht – In der Hafencity wird eher der Bezug zum Stadtteil gesucht und versucht sich in irgendeiner Form einzubringen". Trotz der vermeintlich unsozialen Welt von typischen Städtern ist die Hafencity ein idealer Nährboden für soziales Engagement und Community-Bildung. Hier setzt dann auch die Aufgabe von Marcus Menzl an. Er ist kein Sozialarbeiter, sondern tatsächlich Instrument, um im laufenden Prozess der Stadtwerdung der Hafencity rechtzeitig Fehlentwicklungen sozialer aber auch stadtplanerischer Art zu korrigieren. Als konkretes Ergebniss seiner Arbeit soll ein lebendiger Stadtteil entstehen.

Zu aktuell anstehenden Frage- und Problemstellungen gibt er folgende Auskünfte:

Die unbefriedigende  Situation der Fußgänger am hinteren Abschnitt des Kaiserkais wird überprüft und gegebenfalls durch zusätzliche Straßenbeleuchtung und eventuell eine andere Wegführung verbessert.

Unmittelbare Abhilfe, der teilweise chaotischen Verkehrssituation am Kaiserkai sollen zwei, seit vergangenen Freitag im Einsatz befindliche Sicherheitskräfte bringen. Diese sind für die Einhaltung der Verkehrsregeln und Parkverbote, sowie für die Aufrechterhaltung der Fußgängerdurchgänge verantwortlich. Ferner sollen sie die Handwerker über alternative Parkmöglichkeiten informieren. Eine Verschärfung der Verkehrsituation wird der demnächst beginnende Bau des Notausstieges der U4 auf dem Kaiserkai bringen, der auf Höhe des Baufeldes 21 direkt auf der Strasse eingerichtet werden wird. Die Baustelle wird, entgegen ursprünglicher Befürchtungen, nicht den Kaiserkai zu einer Sackgasse machen, sondern nördlich einspurig zu umfahren sein.

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Alle die sich bisher gefragt haben ob die "merkwürdige" Metallschlange auf dem Vasco-Da-Gama-Platz noch mit Leuchten wie auf den Magellanterrassen versehen wird kann jetzt die Antwort gegeben werden. Die Metallschlange bleibt so wie sie ist. Um die Benutzung des Basketballfeldes während der späten Abend- und Nachtstunden zu regulieren werden mit Bedacht keine Leuchten rund um das Feld angebracht. Zusätzlich soll ein Informationsschild die Benutzung des Feldes nach 21:00 Uhr regulieren. Vielleicht sollte dann über die Idee nachgedacht werden, die Metallschlange mit einem Rankgewächs zu bepflanzen.

Über den Vorschlag der Anwohner zusätzlich zu den vorhandenen Bäumen auf Plätzen und Promenaden Pflanzkästen mit Blumen und robusten anderen Grünpflanzen aufzustellen wird seitens der Hafencity GmbH nachgedacht.

Marcus Menzl
Marcus Menzl

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Die Konzeption der Müll-Logistik auf den Plätzen und Promenaden ist noch nicht endgültig festgelegt und wird noch überprüft. Zum Teil ist die Verantwortlichkeit, wie auf der Sandtorkaipromenade schon an die BSU übergeben worden. Hier wird im Übrigen ein Feldtest gemacht, der durch das Fehlen von Müllbehältern Passanten dazu animieren soll selbst verursachten Müll wieder mit nach Hause zu nehmen.

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Für die nähere Zukunft wird über ein Anwohnerfest nachgedacht, auf dem sich Institutionen in der Hafencity den Anwohnen vorstellen können und über einen möglichen Jour Fix für die Kommunikation unter den Anwohnern und mit der Hafencity GmbH beraten werden kann.

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Der Fahrplan der Linie 6 wurde dem steigenden Fahrgastaufkommen angepasst und führt nun zu einem viertelstündigen Takt, teilweise sogar zu einem zehnminütigem Takt. Bei weiter steigenden Fahrgastaufkommen werden die Taktzeiten entsprechend angepasst.

Fahrplan

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Eine der am häufigsten gestellten Fragen ist die Frage nach der Einrichtung des Traditionsschiffshafens. Hier versucht Marcus Menzl möglichst bald konkrete Zahlen und Daten nennnen zu können.

Telefon Marcus Menzl 040-374726-12