Autos in der HafenCity

Carsharing mit einem Porsche - das wäre doch mal etwas
Carsharing mit einem Porsche - das wäre doch mal etwas
Rätselhafte Zahlen

Den Duft der großen weiten Welt, den lieben HafenCity-Bewohner und wirklich, wenn hier eine Ladeluke nach einer wochenlangen Tour aufgeschoben wird, strömt schon mal ein Lüftchen aus Shanghai oder St. Kitts über die Elbe in den Kaiserkai! Im Überseequartier heißen die Straßen Tokio, Osaka, Jokohama, Hong Kong, Korea, ebenso findet man eine amerikanische Ecke mit San-Fransisco, New Orleans und den Chicagokai. Das hat schon einen internationalen Touch, nicht gleich wie: London, Paris, New York – aber fast. Auf der Nivea-Tüte prangt immerhin auch: Hamburg, Berlin, Dubai! Da strahlt doch Glamour von der Alster an die Elbe – in einem Atemzug mit Dubai genannt zu werden, war vor kurzem noch undenkbar.  Natürlich wurden in den letzten Jahren unmögliche Behauptungen über die HafenCity aufgestellt. Wer kann das besser beurteilen, als die Bewohner selbst! Die Älteren haben gelassen über manche Provokation hinweg gelesen, die Blogger-Generation rückt die Dinge mit eigenen Mitteln gerade. Aber verteidigen ist schwach und die Fakten sprechen ihre eigene klare Sprache.

 

Vielleicht zählen auch alle PKW im Stau für die Statistik
Vielleicht zählen auch alle PKW im Stau für die Statistik
Dumm kommt es nur, wenn Studien Behauptungen in das Netz stellen, die gewürfelt erscheinen. Und da sind wir wieder in Dubai angekommen. Zitat: „Und was den Fuhrpark angeht, können es die Hafencity-Bewohner offensichtlich mit der Oberschicht von Dubai aufnehmen: Pro Bewohner stehen im Durchschnitt drei PKW in der Garage.“ Das wüsste ich aber! Fährt die Dubai-Oberschicht ohne Fahrer mit Smarts und Minis zum Burj Dubai? Da erzählen Urlauber  von ganz anderen Wüstenschiffen!  Klar, hier steht auch mal eine Nobelkarosse im Schlafanzug und weckt unsere Neugier. In meinem Haus gibt es für  zwanzig Wohnungen zwanzig Stellplätze, die sich 35 Bewohnern teilen und 0,5714 PKW fahren! Die Umwelthauptstädter 2011 sind ökologisch voll im Trend! Was ist da los? Hat der Verantwortliche aus der Google-Perspektive vielleicht die zur Verladung auf dem Kleinen Grasbrook bereit gestellten Autos mitgezählt?  Rätsel über Rätsel. Der eine oder andere Mutige denkt daran, das Auto ganz abzuschaffen, weil Bus und Bahn gar nicht so uncool sind, das Zauberwort Car-Sharing lautet, in Manhattan auch kein Mensch Auto fährt, Taxis praktisch sind, Radfahren fit hält, Sneakers schick sein können und  wir sowieso noch zwei Boote am Kai liegen haben.