Stadt kauft Gruner+Jahr-Immobilie am Baumwall

 

Verlagshaus zieht ab 2021 an neuen Standort in der HafenCity

Der Verlag Gruner+Jahr (G+J) verlegt seine Unternehmenszentrale ab 2021 in einen Neubau in der Hafencity und bekennt sich damit langfristig zum Medienstandort Hamburg. Im Gegenzug kauft die Stadt das bisherige Verlagshaus am Baumwall, um es nach den erforderlichen Sanierungs- und Umbaumaßnahmen für städtische Büronutzungen zu verwenden.

 Der Landesbetrieb Immobilienmanagement und Grundvermögen (LIG) erwirbt die Immobilie für die Freie und Hansestadt Hamburg (FHH). Der Kaufpreis wird erst zum Zeitpunkt der Übernahme ab 2021 fällig und berücksichtigt den technischen Zustand der Immobilie. Sie ist aufgrund ihrer innerstädtischen Lage, der flexiblen Raum- und Flächenstruktur und ihres Flächenangebots geeignet, unterschiedliche Nutzungsanforderungen zu erfüllen.

Trotz voraussichtlich hoher Umbau- und insbesondere energetischer Sanierungskosten handelt es sich aus Sicht der Stadt um eine immobilienwirtschaftlich lohnende Investition, um das Büroflächenangebot für städtische Nutzer im sogenannten Mieter-Vermieter-Modell langfristig und zu günstigen Konditionen sicherzustellen. G+J wird seinen Unternehmenssitz frühestens Ende 2021, spätestens jedoch am 30.06.2024 in die HafenCity verlegen. Anschließend rechnet der LIG mit einer zwei- bis dreijährigen Umbau- und energetischen Sanierungsphase, bevor die Immobilie für neue Nutzungen zur Verfügung steht.

Hintergrund

Die Immobilie am Baumwall hat eine Grundstücksfläche von insgesamt rund 27.750 m², auf der sich das bekannte Presse- und Verlagshaus und das historische Getreideheberhaus am Stubbenhuk 10 befinden. Das fünfgeschossige Gebäude „Am Baumwall 11“ wurde zwischen 1987 und 1990 errichtet. Es besteht aus zwei Bauteilen und einem Turm mit sieben oberirdischen Geschossen. Insgesamt verfügt das Verlagshaus über eine oberirdische Bruttogeschossfläche (BGF) von rund 69.000 m². Das sogenannte Getreideheberhaus, ein klassisches Hamburger Kontorhaus, hat eine BGF von rund 4.900 m². Es wurde zwischen 1923 und 1926 errichtet und 1983 als denkmalschutzwürdig eingestuft.