Treffpunkt Promenade: Schnee!

Unberührter Schnee verleitet zum Detektivspielen
Unberührter Schnee verleitet zum Detektivspielen
Winterliche Ermittlungen

Man sagt ja Städtern nach, dass sie von Flora und Fauna wenig bis gar keine Ahnung haben, aber HafenCity-Bewohner kommen irgendwo her – nicht gerade aus dem australischen Busch wie Crocodile-Dundee, doch mit diesem Hintergrund und Kombinationsgabe verschaffen sie sich Durchblick –  mitten im Großstadtdschungel.
Es beginnt schon vor dem Wecken! Der Zeitungsjunge knattert nicht mit seiner Maschine, sondern schnurrt auf Samtpfoten heran. Pulverschnee! Die Hafengeräuschkulisse ist abgepolstert und auch der eine oder andere Zulieferer im Kleinlaster kommt im Flüsterton daher.

Und zum Spiel mit den Kontrasten
Und zum Spiel mit den Kontrasten
Auf dem Strandkai liegt eine unberührte Zuckerkruste. Natur pur. In der weißen Pracht vor der Haustür gibt es dann irgendwann Abdrücke. Drei parallele Radspuren bedeuten: der Postbote mit seinem schicken Anhängerfahrrad war schon da und der Briefkasten kann kontrolliert werden (drei Räder mit Fußspuren = Kinderkarre). Schwieriger wird es im Innenhof.  Kreise, Schlangenlinien, Kreuzungen wie bei einem Autobahndreieck… da hat sich ein hyperaktives Tier ausgetobt. Nicht Elster, nicht Möwe, es handelt sich um Pfoten. Hund, Katze, Maus – da ist Scharfsinn gefragt. Die verdeckten Ermittlungen enden unter einem Bambus. Da blitzen kluge Äuglein aus dickem Kaninchenfell. Ein Survival-Fachmann in der HafenCity.

 

Schnee ist allerdings ein seltenes Vergnügen in der HafenCity
Schnee ist allerdings ein seltenes Vergnügen in der HafenCity
Später am Kaiserkai ist die Schneedecke zertrampelt und eine Fährtenerkennung ist nur noch im Flur und Fahrstuhlboden anhand von verräterischen Profil-sohlenmustern möglich.  Aber wir haben hier keinen Tatort aufzuklären, die Beweismittel sind schnell Schnee von gestern, werden einfach weggewischt!