Russisch-ukrainisches Friedenskonzert. Mussorgskys „Bilder einer Ausstellung“ – Ein Repost von Boris Kosak.

Russische und ukrainische Musiker führen gemeinsam eine Neubearbeitung des bedeutendsten Werkes des russischen Komponisten Modest Mussorgsky auf.

Unter der Schirmherrschaft der Kultursenatorin Prof. Barbara Kisseler findet am Sonntag, den 01.11.2015 um 18:00 Uhr in der HafenCity Universität Hamburg das Friedenskonzert „Bilder einer Ausstellung. Ein Repost.“ von Mussorgsky/Kosak statt.

„Bilder einer Ausstellung“ von Mussorgsky ist nicht nur eine der bekanntesten und meist gespielten Kompositionen der Weltgeschichte. Es ist auch eine wichtige Projektionsfläche für die kulturelle Identität sowohl für russische als auch für ukrainische Bürger.

Angesichts der jüngsten politischen Spannungen und kriegerischen Auseinandersetzungen im Südosten der Ukraine soll das Konzert mithilfe der verbindenden Kraft der Musik ein Zeichen für die behutsame Pflege der gemeinsamen kulturellen Wurzeln setzen.

Hierbei erfährt das Werk Mussorgskys eine Verwandlung. Ein neuer Zugang zum Alten lässt Einendes zwischen Vergangenheit und Gegenwart in den Vordergrund treten.

Die Originalkomposition bleibt in ihrer Klavierfassung vollständig erhalten und wird wie ein Juwel in eine neue musikalische Fassung aufgenommen. Dafür hat der in der Ukraine aufgewachsene Komponist Boris Kosak zunächst zwei völlig neue Solostimmen für Violine und Violoncello komponiert, die parallel zum Originalpart des Klaviers erklingen werden. Zusätzlich wurde ein Orchesterpart komponiert, um den Kammermusikcharakter zu durchbrechen und der musikalischen Aussage Kraft zu verleihen.

Ein wichtiger Teil der Neufassung wird ein vollständig neu komponierter, etwa 15-minütiger Satz sein, der auf dem als Zwischenspiel stetig wiederkehrenden „Promenade“-Thema basieren soll, mit dem auch schon die Originalkomposition beginnt.

Die von Mussorgsky ins Leben gerufenen musikalischen Bilder werden durch die überlagerten, zusätzlich komponierten Solostimmen und den Orchesterpart eine neue, frische Wirkung entfalten.

Die Komposition wird sowohl von Musikern russischer als auch ukrainischer Abstammung aufgeführt. Zusammen möchten sie zeigen, wie die musikalische Harmoniesuche sich auf das echte Leben übertragen lässt. Gemeinsames Musizieren als Symbol für den Frieden. Ein Konzertereignis, das den Namen Friedenskonzert verdient.

Besetzung:

Klavier – Alina Kabanova (Hamburg)
Violine – Alexander Brussilovsky (Paris)
Violoncello – Fjodor Elesin (Hamburg)
Zwei Streichorchester – Lemberger Solisten (Lviv) und Taurida Orchester (Petersburg)
Dirigent – Mikhail Golikov

Komponist – Boris Kosak

Das Konzert findet in der Hamburger HafenCity Universität am 1. November 2015 um 18:00 Uhr statt. Das Projekt wird von der Stadt Hamburg und der Kulturbehörde unterstützt. Die Kultursenatorin übernimmt die Schirmherrschaft für das Friedenskonzert.

Außer Vertretern unserer Stadt werden an diesem Abend der russische und der ukrainische Generalkonsul erwartet.